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Girls Clubs

Mädchengruppen insbesondere an Schulen; sichere Anlaufstelle für Fragen zu Sexualität, Frauenrechten und Gewalt.

Sogenannte Girls Clubs sind Gruppen, die Mädchen stärken sollen (Empowerment) und ihnen einen geschützten Rahmen bieten, in dem sie sich offen über Fragen, Probleme und Erfahrungen austauschen können. Im Mittelpunkt stehen Themen rund um reproduktive Gesundheit wie Verhütung, Sexualität oder sexuelle Selbstbestimmung, aber auch Themen wie Frauenrechte und Gewalt gegen Frauen.

Im Rahmen von „peer education“ werden die Gruppen von Mädchen geleitet, womit sie eine Anlaufstelle für Gleichaltrige bieten. Girls Clubs sind vorwiegend an Schulen etabliert, das Konzept lässt sich aber auch auf andere Mädchen-Gruppen wie zum Beispiel Sportclubs übertragen. So werden zusätzlich junge Frauen erreicht, die nicht zur Schule gehen (können).

Ins Leben gerufen wurden diese Mädchen-Clubs von Medica Liberia in Zusammenarbeit mit den Direktor:innen der Schulen und der Solidargruppen. Inzwischen sind die Girls Clubs auch an anderen Projektstandorten in der Region Große Seen etabliert.

Projektbeispiel Liberia

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es besonders wirksam ist, wenn die Aufklärung durch Gleichaltrige erfolgt. Deshalb schult Medica Liberia einzelne Mitglieder, die ihr Wissen dann an ihre Gruppe weitergeben, aber auch ihr weiteres Umfeld mobilisieren können (z.B. durch Demonstrationen).

Die Girls Clubs sind Teil der weiteren Schutznetzwerke, die Medica Liberia aufbaut, um Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt zu bewahren. Je zwei Mentorinnen von Medica Liberia begleiten die Gruppen. Als Vertrauenspersonen können sie bei Problemen oder akuten Gewaltfällen weiterhelfen und etwa die Mädchen zu Gesundheitseinrichtungen begleiten.