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Advocacy-Arbeit

Interessensvertretung gegenüber zentralen Akteur:innen in Politik, Justiz, Wirtschaft und Gesellschaft

Das englische Wort Advocacy bedeutet Anwaltschaft. Mittlerweile auch im Deutschen gebräuchlich beschreibt es einen wichtigen Bestandteil der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen. Oftmals wird Advocacy mit Lobbying gleichgesetzt, es ist allerdings viel mehr als die Einflussnahme auf politische Akteur:innen. Lobbyarbeit im engen Sinne meint die Einflussnahme auf politische Entscheidungen, vornehmlich durch die direkte Arbeit und den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträger:innen und ihrem engeren Umfeld, wie zum Beispiel ihren direkten Mitarbeiter:innen.

Der Begriff des Advocacy umfasst in einem deutlich weiteren Sinne Prozesse, in denen die Positionen und Interessen benachteiligter Gruppen durch Dritte kommuniziert und verstärkt werden. Gleichzeitig darf diese Interessensvertretung nicht entmündigend wirken. Sie muss auf Vertrauen, Glaubwürdigkeit und gemeinsamen Zielen beruhen. Diese politische Anwaltschaft schließt das klassische Lobbying ein.

Durch Advocacy-Arbeit soll das Handeln staatlicher Stellen ebenso beeinflusst werden wie das Handeln anderer einflussreicher Akteur:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Neben der direkten Hilfe für traumatisierte Frauen vor Ort ist Advocacy damit ein wichtiger Handlungsansatz für medica mondiale, um auf die Rechte von Frauen aufmerksam zu machen. Im Zuge der Advocacy-Arbeit klärt medica mondiale über Ursachen und Hintergründe von sexualisierter Gewalt im Krieg auf und fordert eine öffentliche Auseinandersetzung mit Kriegsvergewaltigung. Damit wird Druck auf Politiker:innen und Organisationen ausgeübt, sie werden zum Handeln animiert.