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19.07.2018

Deutsche Welle: TV-Interview mit Monika Hauser über die Kinder, die aus Vergewaltigungen im Bosnien-Krieg hervorgegangen sind

Video, Südosteuropa

Copyright: Deutsche Welle

Im Mittelpunkt des Interviews der Deutschen Welle mit der Gründerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, Monika Hauser, stehen die Kinder des Krieges in Bosnien. Jene, deren Leben vor rund 25 Jahren damit begann, dass ihre Mütter vergewaltigt wurden.

Die Täter? (Gegnerische) Soldaten, Blauhelmsoldaten, Paramilitärs, Angehörige verfeindeter Volksgruppen, ehemalige Nachbarn, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und andere. Über deren Kinder wird jahrzehntelang ebenso geschwiegen, wie über die Menschrechtsverletzungen, die ihre Mütter erleiden mussten. Kaum ein Krieg, in dem das anders ist.

Eins ist klar: Sexualisierte Gewalt und das Schweigen darüber sind kein Zufall. Wenigstens wurden in Bosnien-Herzegowina durch Frauenorganisationen wie Medica Zenica oder Vive Žene in Tuzla schon sehr früh Unterstützungsangebote für Frauen und Mädchen aufgebaut.

Tabus zu beseitigen, das Schweigen zu brechen und die Gesellschaft auf die schwelenden Folgen der Kriegsgewalt aufmerksam zu machen, hat sich die neu gegründete Organisation Forgotten Children of War auf die Fahnen geschrieben. Gegründet wurde sie 2015 von zwei Menschen, die eine Kindheit und Jugend lang damit leben mussten, stigmatisierte Kriegskinder zu sein und die Stärke besitzen, Ungerechtigkeiten und Tabus anzuprangern: Ajna Jusic und Alen Muhic. medica mondiale ist sehr daran interessiert, die Arbeit von Forgotten Children of War mittels Spenden finanziell und fachlich beratend zu unterstützen.

TV- Interview mit Ajna Jusic von Forgotten Children of War.