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Gewalt im sozialen Nahfeld

Durch nahestehende Personen ausgeübte psychische, physische, wirtschaftliche oder sexualisierte Gewalt – auch bekannt als „häusliche Gewalt“

Anstelle von sogenannter häuslicher Gewalt spricht medica mondiale bevorzugt von Gewalt in der Familie, innerfamiliärer Gewalt, Gewalt in Partner:innenschaften oder engen sozialen Beziehungen. Denn nicht der Ort des Geschehens hat zentrale Bedeutung für diese Form der Gewalt, sondern die gewaltausübenden Personen aus dem nahen sozialen oder familiären Umfeld. 

In der Istanbul-Konvention (Artikel 3) “bezeichnet der Begriff „häusliche Gewalt“ alle Handlungen körperlicher, sexueller, psychischer oder wirtschaftlicher Gewalt, die innerhalb der Familie oder des Haushalts oder zwischen früheren oder derzeitigen Eheleuten oder Partnerinnen beziehungsweise Partnern vorkommen, unabhängig davon, ob der Täter beziehungsweise die Täterin denselben Wohnsitz wie das Opfer hat oder hatte.”

Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist eine international anerkannte Menschenrechtsverletzung. Ziel dieser Gewalt sind Machtausübung und Kontrolle. In einem Großteil der Fälle von Partnerschaftsgewalt sind Männer gegenüber Frauen – sowie häufig ihren Kindern – gewalttätig. Betroffene sexualisierter Gewalt in Beziehungen sind fast ausschließlich Frauen.