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Weiterbildungen in Stress- und Traumasensibilität

Seit 30 Jahren unterstützt medica mondiale gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit Frauen, die sexualisierte Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten erlebt haben. Diese Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten Menschen und die psychologische Expertise in Traumasensibilität geben wir in Weiterbildungen weiter.

Leere Stühle stehen vor einer Wand auf der Plakate einer Fortbildung kleben

Unsere Weiterbildungen

Weiterbildungen für Fachkräfte oder politische Aktivist:innen zu Stress- und Traumasensibilität nach dem STA – stress- und traumasensibler Ansatz® von medica mondiale.

Der STA Ansatz befähigt Fachleute und solidarische Personen stress- und traumasensibel handeln zu können, wenn sie mit Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen in Kontakt kommen.

Das erlernte Fachwissen ermöglicht ihnen, Verhaltensweisen und emotionale Reaktionen besser zu verstehen und die eigenen Stress- und Übertragungsreaktionen zu reflektieren. Dieses Verständnis schafft für beide Seiten eine sichere Grundlage für eine gelingende Kommunikation und für einen vertrauensvollen Beziehungsaufbau. Das Erlernen eines fürsorglichen Umgangs mit sich selbst und des sozialen Umfeldes schützt Fachpersonen und Unterstützende vor Erschöpfung, Resignation und Entsolidarisierung.

Nächste Termine:

Traumasensibel und informiert handeln

Austausch-/Supervisionstreffen (4 Stunden)

Wann: Freitag, 19. April, 10 – 14 Uhr in Zürich

Das Treffen bietet Raum, in der Gruppe Praxisbeispiele zu besprechen, belastende Ereignisse sowie Team- und Gruppendynamiken zu reflektieren und Selbst-, Team- und Gruppenfürsorge zu praktizieren. Angesprochen sind:

  • Personen, die bereits eine Weiterbildung in STA – stress- und traumasensibler Ansatz® von medica mondiale besucht haben
  • Personen, die sich für eine Weiterbildung in STA – stress- und traumasensibler Ansatz von medica mondiale interessieren und uns kennen lernen möchten

Kosten: 120 Franken

 

Weiterbildung, 4 Tage (2 Module à 2 Tage)

Für Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, aus Unterstützungsstrukturen oder aus der Rechtsberatung

Modul 1: 11. & 12. Juni 2024
Modul 2: 1. & 2. Oktober 2024

Zeit: jeweils 9.30 – 17 Uhr

Ort: Zürich (genauer Ort, wird später bekannt gegeben)

Kosten: 720 Franken

 

Für Aktivist:innen / Ehrenamtliche, die sich mit sog. marginalisierten Gruppen solidarisieren und mit ihnen für ihre Rechte kämpfen

Modul 1: 7. & 8. Juni 2024
Modul 2: 27. & 28. September 2024

Zeit: jeweils 9.30 – 17 Uhr

Ort: Zürich (genauer Ort, wird später bekannt gegeben)

Kosten: 350 Franken

 

Anmeldungen an info@medicamondiale.ch

Inhalte der 4-tägigen Weiterbildung

Traumaverständnis als Folge von Menschenrechtsverletzungen

  • Formen von Macht und Machtmissbrauch
  • Geschlechtsspezifische Gewalt
  • Sexismus, Rassismus und Diskriminierung
  • Trauma als Prozess

Grundlagen der Psychotraumatologie 

  • Was ist ein Trauma und wie antwortet das menschliche Stress-System?
  • Wie kann ich Stress- und Traumafolgen erkennen und unterscheiden?
  • Welche individuellen, gesundheitlichen und sozialen Folgen resp. Bewältigungsmöglichkeiten erleben Betroffene?

Systemische und soziale Folgen

  • Welche Auswirkungen haben Trauma-Dynamiken in Familien, Teams, Organisationen und aktivistischen Gruppen?
  • Wie können sich transgenerationale Trauma-Folgen auswirken resp. wie unterbrechen?

Praxis: Stress- und Traumasensibel handeln

  • Wie stabilisiere ich Betroffene?
  • Wie vermeide ich zusätzliche Stressbelastungen, und wie vermindere ich das Risiko der Retraumatisierung?
  • Welche Übungen und Interventionen wirken stärkend?
  • Wie kann ich Interaktionen, Arbeitsabläufe und Projekte stress- und traumasensibel gestalten?
  • Wie schütze ich meine Kolleg:innen, Mitstreiter:innen und mich selber vor Mitgefühlserschöpfung und indirekter Traumatisierung? 


Das niederschwellige Konzept ist multi-disziplinär ausgerichtet und wird in unterschiedlichen Berufsfeldern umgesetzt daher wird keine psychologische Grundausbildung vorausgesetzt. Das Weiterbildungskonzept berücksichtigt die sozialen und politischen Auswirkungen von Gewalt und Trauma durch einen feministischen und intersektionalen Ansatz.