„Das Lächeln zu sehen, das meine Arbeit auf das Gesicht einer Frau zaubert, ist die ganze Kraft, die ich brauche, um weiterzumachen.
Auch wenn es schwierig wird.“
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb legen wir offen, woher unsere Mittel stammen und wie wir sie einsetzen. Hinter jeder Zahl steht eine Geschichte von Mut, Solidarität und Veränderung. Ob psychosoziale Beratung, Rechtsbeihilfe oder der Einsatz für politische Veränderungen – hier sehen Sie, wie Ihre Unterstützung 2025 in unseren Projektregionen gewirkt hat.
Solidarität und feministische Gemeinschaft sind stärker als jede Gewalt. Davon bin ich fest überzeugt. Und diese Überzeugung gibt mir die Kraft immer weiterzumachen. Trotz Gegenwind und Rückschlägen. Derzeit erlebt die Menschheit so viele Kriege und Konflikte wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Autoritäre, antifeministische Akteur:innen erstarken, während Handlungsspielräume für die zivilgesellschaftliche Organisationen beschnitten und ihre Mitarbeitenden angefeindet und bedroht werden. Auch der finanzielle Druck nimmt zu. Radikale Kürzungen bei den globalen Budgets für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit gefährden unter anderem die wichtige Arbeit unserer Partner:innen in Uganda und der DR Kongo, in Bosnien und Herzegowina, in Serbien, Liberia und Afghanistan. Auch in Deutschland werden Gelder gekürzt. Umso wichtiger ist es, dass wir solidarisch sind. Dass wir unsere Kräfte bündeln und uns gemeinsam mit Aktivist:innen weltweit für Menschenrechte und gegen Gewalt einsetzen. Als Zivilgesellschaft tragen wir nicht die Verantwortung für falsche Politik. Aber wir tragen die Verantwortung dafür, ob wir uns ganz persönlich im Rahmen unserer Kräfte für Veränderungen einsetzen, für die Würde der überlebenden Frauen und Mädchen. Und für unsere eigene Würde.
Ihre Monika Hauser
In Westafrika nimmt sexualisierte Gewalt wieder zu. Und der Einfluss antifeministischer Akteur:innen steigt. So scheiterte der liberianische Präsident Joseph Boakai
im Dezember 2025 mit einem Gesetz zum Verbot von weiblicher Genitalverstümmelung. Auch in Sierra Leone blockieren einflussreiche traditionelle Autoritäten
entsprechende Gesetzesreformen und versuchen, feministische Akteur:innen als „unpatriotisch“ zu delegitimieren. Und doch gibt es gute Nachrichten: Im November 2025 kündigte Liberias Regierung einen nationalen Fonds zur Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt an – ein Erfolg der gemeinsamen
Advocacy-Arbeit feministischer Aktivist:innen und Frauenrechtsorganisationen.
Highlights 2025:
In der gesamten Region wurde der Handlungsspielraum für feministische Organisationen weiter beschnitten. Zum Beispiel in Uganda: Bürokratische Hürden und restriktive
Auflagen erschweren die Arbeit von Frauenrechtsorganisationen. Es wird zunehmend herausfordernder, Themen wie Diskriminierung, Vielfalt und Inklusion zu thematisieren.
Dennoch stärkten unsere Partnerorganisationen gewaltbetroffene Frauen bspw. durch psychosoziale Begleitung, medizinische Versorgung, juristische Beratung sowie Ausbildungen und berufliche Trainings.
Highlights 2025:
Kriege und Konflikte erschüttern den Irak und seine Nachbarländer. Das schürt Unsicherheit – und die Angst vor dem Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat. Dessen Kämpfer hatten zwischen 2014 und 2019 tausende Frauen, darunter vor allem Jesidinnen aus dem Nordirak, verschleppt, vergewaltigt und versklavt. Rund zehn Jahre später legalisieren die Taliban in Afghanistan Versklavung, Gewalt und die Unterdrückung von Frauen. Trotz extremer Restriktionen fanden unsere Partnerorganisationen Wege, gewaltbetroffene Frauen psychosozial und rechtlich zu unterstützen.
Highlights 2025:
Mehr zu unserer Arbeit in Afghanistan und im Irak
Angesichts ethnonationalistischer Narrative vieler Politiker:innen und der Angst vor neuen Konflikten warnen unsere Partnerorganisationen vor einer Retraumatisierung
von Überlebenden sexualisierter Gewalt. 2025 stieg die Zahl der Frauen, die psychosoziale Unterstützung suchten. Gleichzeitig wurden die Organisationen, die sie unterstützen, massiv unter Druck gesetzt. Unsere Partnerorganisationen legten weiter ihren Fokus auf psychosoziale, medizinische und juristische Unterstützung für Überlebende sexualisierter Kriegsgewalt und setzten sich dafür ein, dass die erlittene Gewalt rechtlich und sozial anerkannt wird.
Highlights 2025:
Zum Jahresabschluss 2025 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon GmbH medica mondiale e. V. mit Datum vom 26. Juni 2026 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.