Unsere Weiterbildungen
Der STA – stress- und traumasensibler Ansatz® befähigt Fachleute und solidarische Personen stress- und traumasensibel handeln zu können, wenn sie mit Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen in Kontakt kommen.
Das erlernte Fachwissen ermöglicht ihnen, Verhaltensweisen und emotionale Reaktionen besser zu verstehen und die eigenen Stress- und Übertragungsreaktionen zu reflektieren. Dieses Verständnis schafft für beide Seiten eine sichere Grundlage für eine gelingende Kommunikation und für einen vertrauensvollen Beziehungsaufbau. Das Erlernen eines fürsorglichen Umgangs mit sich selbst und des sozialen Umfeldes schützt Fachpersonen und Unterstützende vor Erschöpfung, Resignation und Entsolidarisierung. Eine beispielhafte Umsetzung des STA – Stress- und traumasensibler Ansatz® sehen Sie hier.
Nächste Termine:
ACHTUNG: AUSGEBUCHT!
Weiterbildung, 4 Tage (2 Module à 2 Tage)
Die Weiterbildung richtet sich an:
- Gesundheitsfachkräfte mit dem Schwerpunkt Frauenheilkunde (Hebammen, Geburtshelfer:innen, Pflegefachpersonen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Körpertherapeut:innen)
- Berater:innen für Frauen im Sexgewerbe
- Berater:innen und Aktivist:innen für Reproduktive Gesundheit und Gerechtigkeit (all genders)
Modul 1: 15. & 16. August 2025
Modul 2: 7. & 8.November 2025
Zeit: jeweils 9.30 – 17 Uhr
Ort: Geburtshaus Matthea Basel geburtshaus-matthea.ch
Kosten: 720 Franken
Anmeldefrist: 1. Juli 2025 über info@medicamondiale.ch
Supervision, Austausch, Vernetzung
für Fachkräfte und politische Aktivist*innen, die an den Weiterbildungen von Medica Mondiale Foundation Switzerland teilgenommen haben.
In diesem 4stündigen Treffen tauschen wir uns weiter zum Thema psychosoziale und gesellschaftliche Folgen von Gewalt und Trauma aus, vertiefen das fachliche Wissen und stärken unser solidarisches Handeln. Dabei beziehen wir uns immer auf den STA stress- und traumasensibler Ansatz® von medica mondiale und die STA-Prinzipien.
Inhalte werden sein:
- Punktuelle Vertiefungen einzelner Themen, die von den Teilnehmenden eingebracht und gerne im Voraus an Maria Zemp kommuniziert werden: INFO@MARIAZEMP.DE
- Besprechung von Praxisbeispielen
- Reflektion von Team- und Gruppendynamiken
- Praxis von Selbst-, Team- und Gruppenfürsorge
- Und alle spontanen Anliegen, die von euch zum Thema eingebracht werden
Gruppengrösse: Um vertiefend arbeiten zu können, werden wir die Gruppe auf 12 Personen beschränken, ab 6 Personen findet die Supervision statt.
Moderation: Maria Zemp, Traumafachberatung, Coach und Frauen*rechtsaktivistin (www.mariazemp.de)
Datum: Freitag, 21. November 2025
Zeit: 10:00 - 14:00 Uhr
Ort: Zürich, Genossenschaft Kalkbreite, Flex 1
Kosten: CHF 200 (Für wenig Verdienende CHF 120)
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen bis spätestens 31. Oktober 2025 (first come, first served) an info@medicamondiale.ch
Weiterbildung, 4 Tage (2 Module à 2 Tage)
Für Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, aus Unterstützungsstrukturen oder aus der Rechtsberatung
Modul 1: 16. & 17. Juni 2026
Modul 2: 25. & 26. August 2026
Trainer:in: Maria Zemp
Zeit: jeweils 9.30 – 17 Uhr
Ort: Zürich
Kosten: 720 Franken
Anmeldefrist: 1. April 2026
Workshop, (2 Module á 1 Tag)
Für Aktivist:innen / Ehrenamtliche, die sich mit sog. marginalisierten Gruppen solidarisieren und mit ihnen für ihre Rechte kämpfen
Modul 1: Samstag, 5. September 2026
Modul 2: Samstag, 21. November 2026
Trainer:innen: Çağdaş Akkaya (Traumapädagogik/Traumafachberatung) und Stefanie Thöny (Psychotraumatologie / Soziale Arbeit )
Zeit: 10-17 Uhr
Ort: Zürich
Kosten: 350 Franken
Anmeldefrist: 1. Juli 2026
Möglich Inhalte der Weiterbildung
Traumaverständnis als Folge von Menschenrechtsverletzungen
- Formen von Macht und Machtmissbrauch
- Geschlechtsspezifische Gewalt
- Sexismus, Rassismus und Diskriminierung
- Trauma als Prozess
Grundlagen der Psychotraumatologie
- Was ist ein Trauma und wie antwortet das menschliche Stress-System?
- Wie kann ich Stress- und Traumafolgen erkennen und unterscheiden?
- Welche individuellen, gesundheitlichen und sozialen Folgen resp. Bewältigungsmöglichkeiten erleben Betroffene?
Systemische und soziale Folgen
- Welche Auswirkungen haben Trauma-Dynamiken in Familien, Teams, Organisationen und aktivistischen Gruppen?
- Wie können sich transgenerationale Trauma-Folgen auswirken resp. wie unterbrechen?
Praxis: Stress- und Traumasensibel handeln
- Wie stabilisiere ich Betroffene?
- Wie vermeide ich zusätzliche Stressbelastungen, und wie vermindere ich das Risiko der Retraumatisierung?
- Welche Übungen und Interventionen wirken stärkend?
- Wie kann ich Interaktionen, Arbeitsabläufe und Projekte stress- und traumasensibel gestalten?
- Wie schütze ich meine Kolleg:innen, Mitstreiter:innen und mich selber vor Mitgefühlserschöpfung und indirekter Traumatisierung?
Das niederschwellige Konzept ist multi-disziplinär ausgerichtet und wird in unterschiedlichen Berufsfeldern umgesetzt daher wird keine psychologische Grundausbildung vorausgesetzt. Das Weiterbildungskonzept berücksichtigt die sozialen und politischen Auswirkungen von Gewalt und Trauma durch einen feministischen und intersektionalen Ansatz.