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11. September 2025 - Meldung

Erdbeben in Afghanistan: Frauen und Mädchen brauchen dringend unsere Hilfe

Tausende Menschen haben durch die schweren Beben im Osten Afghanistans ihr Zuhause, ihre Angehörigen und ihre Lebensgrundlage verloren. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, die seit Jahren massiven Einschränkungen durch die Taliban ausgesetzt sind. Unsere Partnerorganisationen leisten unermüdlich Hilfe – doch dafür brauchen sie dringend Unterstützung.

Eine Frau hält sich die Hand vor den Mund und schaut auf einen Schutthaufen aus Steinen.

„Einige meiner Kolleginnen haben ihre Familie verloren. Ich bin zutiefst erschüttert über diesen schmerzhaften und verheerenden Verlust. Es ist einfach furchtbar. Und das zusätzlich zu allem, was die Menschen ohnehin ertragen müssen.“

– Direktorin einer Partnerorganisation von medica mondiale

Am Abend des 31. August hat ein schweres Erdbeben der Stärke 6,0 den Osten Afghanistans erschüttert. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Pakistan. Schätzungsweise über 2.200 Menschen kamen ums Leben, fast 4.000 wurden verletzt. Mehr als 5.400 Häuser wurden zerstört, ganze Dörfer liegen in Trümmern. Es folgten mehrere Nachbeben, die die Situation zusätzlich verschärfen.

Frauen in Afghanistan besonders betroffen

Unter diesem verheerenden Unglück leiden afghanische Frauen in besonderem Maße: Seit vier Jahren leben sie unter dem brutalen Regime der Taliban, das ihnen grundlegende Rechte, ihre Freiheit und ihre Würde verwehrt. Nun haben viele von ihnen auch noch ihre Familien, ihre Freund:innen und ihr Zuhause verloren – oft bleiben sie allein mit ihren Kindern zurück.

Die Not ist groß, zumal der Winter bevorsteht. Sinkende Temperaturen, fehlende Nahrung und mangelnde Versorgung mit warmer Kleidung bedrohen das Überleben vieler Familien. Für Frauen und Mädchen verschärfen sich die Risiken zusätzlich: Ihr Zugang zu sicherer Unterkunft, medizinischer Hilfe und psychosozialer Unterstützung ist stark eingeschränkt. Sie sind besonders von Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung bedroht.

Herausforderungen für Helfer:innen

Auch die humanitäre Hilfe stößt auf große Hürden. Die Taliban schränken nicht nur die Bewegungsfreiheit der Frauen ein, sondern auch die der Helfer:innen. Vor allem der Mangel an Ärztinnen, Krankenschwestern und weiblichem Hilfspersonal macht sich in dieser Krise dramatisch bemerkbar.

Trotzdem sind unsere Partnerorganisationen vor Ort unermüdlich im Einsatz: Sie bieten psychosoziale Unterstützung in Krankenhäusern an und leisten konkrete Soforthilfe für betroffene Frauen und Mädchen.

Erste Hilfsmaßnahmen in Afghanistan gestartet

Dank Ihrer bisherigen Spenden konnten die dringendsten Bedarfe bereits identifiziert und erste Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Verteilung von Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Nahrungsmitteln und Kochutensilien
  • Bereitstellung von „Dignity Kits“ mit Hygieneartikeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen zugeschnitten sind
Trümmer vom Erdbeben in Afghanistan
Schweres Erdbeben: Spenden für Afghanistan
Ein schweres Erdbeben hat den Osten von Afghanistan erschüttert. Insbesondere afghanische Frauen leiden unter diesem verheerenden Unglück. Unsere Partnerorganisationen benötigen dringend Unterstützung, um ihnen zur Seite stehen zu können.

Ihre Unterstützung zählt

Damit unsere Partner:innen die Frauen und Mädchen in Afghanistan weiterhin schnell und wirksam unterstützen können, sind wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Mit Ihrer Spende in den Nothilfefonds ermöglichen Sie lebensrettende Maßnahmen und zeigen den Frauen in Afghanistan: Ihr seid nicht allein.