Erdbeben in Afghanistan: Frauen und Mädchen brauchen dringend unsere Hilfe
„Einige meiner Kolleginnen haben ihre Familie verloren. Ich bin zutiefst erschüttert über diesen schmerzhaften und verheerenden Verlust. Es ist einfach furchtbar. Und das zusätzlich zu allem, was die Menschen ohnehin ertragen müssen.“
Am Abend des 31. August hat ein schweres Erdbeben der Stärke 6,0 den Osten Afghanistans erschüttert. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Pakistan. Schätzungsweise über 2.200 Menschen kamen ums Leben, fast 4.000 wurden verletzt. Mehr als 5.400 Häuser wurden zerstört, ganze Dörfer liegen in Trümmern. Es folgten mehrere Nachbeben, die die Situation zusätzlich verschärfen.
Frauen in Afghanistan besonders betroffen
Unter diesem verheerenden Unglück leiden afghanische Frauen in besonderem Maße: Seit vier Jahren leben sie unter dem brutalen Regime der Taliban, das ihnen grundlegende Rechte, ihre Freiheit und ihre Würde verwehrt. Nun haben viele von ihnen auch noch ihre Familien, ihre Freund:innen und ihr Zuhause verloren – oft bleiben sie allein mit ihren Kindern zurück.
Die Not ist groß, zumal der Winter bevorsteht. Sinkende Temperaturen, fehlende Nahrung und mangelnde Versorgung mit warmer Kleidung bedrohen das Überleben vieler Familien. Für Frauen und Mädchen verschärfen sich die Risiken zusätzlich: Ihr Zugang zu sicherer Unterkunft, medizinischer Hilfe und psychosozialer Unterstützung ist stark eingeschränkt. Sie sind besonders von Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung bedroht.
Herausforderungen für Helfer:innen
Auch die humanitäre Hilfe stößt auf große Hürden. Die Taliban schränken nicht nur die Bewegungsfreiheit der Frauen ein, sondern auch die der Helfer:innen. Vor allem der Mangel an Ärztinnen, Krankenschwestern und weiblichem Hilfspersonal macht sich in dieser Krise dramatisch bemerkbar.
Trotzdem sind unsere Partnerorganisationen vor Ort unermüdlich im Einsatz: Sie bieten psychosoziale Unterstützung in Krankenhäusern an und leisten konkrete Soforthilfe für betroffene Frauen und Mädchen.
Erste Hilfsmaßnahmen in Afghanistan gestartet
Dank Ihrer bisherigen Spenden konnten die dringendsten Bedarfe bereits identifiziert und erste Maßnahmen umgesetzt werden:
- Verteilung von Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Nahrungsmitteln und Kochutensilien
- Bereitstellung von „Dignity Kits“ mit Hygieneartikeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen zugeschnitten sind
Ihre Unterstützung zählt
Damit unsere Partner:innen die Frauen und Mädchen in Afghanistan weiterhin schnell und wirksam unterstützen können, sind wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Mit Ihrer Spende in den Nothilfefonds ermöglichen Sie lebensrettende Maßnahmen und zeigen den Frauen in Afghanistan: Ihr seid nicht allein.