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20. August 2025 - Meldung

Die Stimmen der Frauen, die von sexualisierter Kriegsgewalt in Südosteuropa betroffen sind, verstärken - Für eine Kultur der Anerkennung und Versöhnung

Sieben Organisationen in Kosovo, Serbien und Bosnien und Herzegowina arbeiten mit medica mondiale zusammen, um eine Kultur der Anerkennung und Versöhnung in Südosteuropa zu fördern, die die Perspektiven und Bedürfnisse von Frauen widerspiegelt, die von kriegsbedingter sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.

Mehrere Personen stehen in einem Kreis und halten sich an den Händen.

Trotz wichtiger Fortschritte in den westlichen Balkanstaaten bei der Aufarbeitung des massiven Ausmaßes sexualisierter Gewalt während der Jugoslawienkriege stehen Überlebende nach wie vor erheblichen Herausforderungen beim Zugang zu ihren Rechten auf Entschädigung und Gerechtigkeit sowie bei der Bewältigung der gesundheitlichen und sozialen Folgen. In diesem Zusammenhang haben medica mondiale und Organisationen im Kosovo, in Serbien und in Bosnien und Herzegowina gemeinsam daran gearbeitet, zu einer Kultur der Anerkennung und Versöhnung beizutragen, indem sie die Perspektive und die Bedürfnisse von Frauen, die von kriegsbedingter sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt (SGBV) betroffen sind, in nationale und regionale Initiativen zur Aufarbeitung der Vergangenheit integriert haben. Die Programmaktivitäten konzentrierten sich auf die Verwirklichung des Rechts der Überlebenden auf wahrheitsgemäße Aufklärung, auf Entschädigung und auf Gerechtigkeit, mit dem Ziel, Veränderungen auf individueller, gesellschaftlicher, institutioneller und politischer Ebene zu bewirken und Frauen, die von kriegsbedingter sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, ein Leben in Würde und ohne Gewalt zu ermöglichen.

Eine abschließende Evaluierung des Projekts ergab, dass die Maßnahmen relevant und wirksam waren, um ihre Ziele zu erreichen, insbesondere auf individueller, gemeinschaftlicher und institutioneller Ebene. Trotz eines schwierigen Kontexts stellen die Evaluator:innen fest, dass die Zusammenarbeit der Organisationen in den drei Ländern zu greifbaren Ergebnissen geführt hat, darunter politische Veränderungen, Gesetzesreformen und die Entwicklung von Bildungsmaterialien und Instrumenten zur interessenpolitischen Arbeit. Auf der Mikroebene erfuhren die Frauen eine Verbesserung ihres psychischen Wohlbefindens, ihres Gemeinschaftsgefühls und ihrer Unterstützung sowie eine stärkere Selbstbestimmung. Auf regionaler Ebene war der Erfolg des Projekts eher begrenzt, und in Serbien waren die Fortschritte langsamer als in den anderen Projektländern. 

Die Nachhaltigkeit des Projekts wurde durch die Stärkung nationaler Institutionen und Organisationen, den Aufbau starker Beziehungen zwischen den Überlebenden und die Einbeziehung jüngerer Generationen gefördert.